Frédérique Friess
wurde in Straßburg (Frankeich) geboren. Sie studierte zunächst Germanistik in ihrer Heimatstadt und hatte parallel Gesangsunterricht am dortigen "Conservatoire National de Musique", bevor sie Oktober 1995 an die Stuttgarter Musikhochschule wechselte. Ihre Lehrer sind dort Prof. Luisa Bosabalian († 1998), Prof. Dunja Vejzovic (seit Januar 2000) und Carl Davis († 2004).
Konzertreisen führten sie unter anderem nach Karlsruhe, Heidelberg, Paris, Venedig, an die Mailänder Scala und Lyon, wo sie unter Gianluigi Gelmetti sang.
Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie 1997 bei der "Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart". Seitdem gastiert sie in vielen europäischen Städten darunter bei den Schloßfestspielen Weikersheim, in Rennes (Frankreich), Palermo und Rom.
Von 2001 bis 2003 wurde sie in das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen, wo sie unter anderem Gretel, Zerlina, Frasquita, der Hirt in Tannhäuser, Marie in Zar und Zimmermann, Jungfer Marianne Leitmetzerin in Der Rosenkavalier („Wunderbar Frédérique Friess als eine barocke Sinnlichkeit ausstrahlende Marianne“ Jürgen Kesting, Opernwelt 2002) und Theodora in der deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths Bählamms Fest sang und dafür als beste Nachwuchssängerin des Jahres 2002 in der Zeitschrift Opernwelt nominiert wurde. In den beiden darauf folgenden Spielzeiten wurde sie als Gast für Pamina an die Hamburgische Staatsoper engagiert.
Mit der Spielzeit 2003-2004 wechselte sie an das Nationaltheater Mannheim, wo sie u. a. als Pamina Die Zauberflöte, Serviglia La clemenza di Tito, Despina Cosí fan tutte, Sophie Der Rosenkavalier und Venus in Mozarts Ascanio in Alba zu erleben war. In der Zeit verpflichtete Adam Fischer sie als Sopran für das Mozart-Requiem unter seiner Leitung während Mannheimer Mozartwoche.
Im Oktober 2006 wurde sie als Lehrbeauftragte für Gesang an die Stuttgarter Musikhochschule verpflichtet.
Für den SWR nahm sie 2006 die Romanzen für Sopran und Klaviertrio, op. 127 von Dimitri Schostakowitsch zu dessen 100. Geburtstag auf. Seither verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit dem SWR und dem Ensemble Transcendent. Es folgten Rundfunkproduktionen 2008 des II.Streichquartetts in fis-Moll Op.10 mit Sopran, 2010 Das Buch der hängenden Gärten Op.15 mit dem Pianisten Robert Bärwald, beides Werke von Arnold Schönberg. Für 2011 sind Mahlers 4.Symphonie und die Kindertotenlieder in der Bearbeitung von A. Schönberg für Kammerbesetzung geplant.
Seit der Spielzeit 2007/2008 ist sie im Ensemble des Landestheaters Niederbayern und war dort bisher u. a. als Sonja in Der Zarewitsch, als Tatjana in Tschaikowskys Eugen Onegin, Desdemona in Verdis Otello, Contessa in Le nozze di Figaro und Nina in Massenets Chérubin zu hören. Auch dort geht sie einer regen Konzerttätigkeit nach und sang u. a. bei den Europäischen Wochen Mozarts Exultate Jubilate unter GMD Basil H. E. Coleman.